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Semax — Forschungsüberblick

Von Redaktion · veröffentlicht 2026-05-15 · zuletzt geprüft 2026-07-02 · Blog

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Zuletzt geprüft am 2026-07-02. Wo eine Aussage auf einer konkreten Studie beruht, wird die Studie beschrieben und nicht überinterpretiert.

Praktische Hinweise

=== Entwicklung === Im Mai 1971 beschlossen der Ministerrat der UdSSR und das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei einen neuen Anlauf zur Schaffung von chemischen Waffen der vierten Generation. Chemische Waffen aus dem Ersten Weltkrieg wie Phosgen und Senfgas zählen zur ersten Generation, die G-Reihe gehört zur zweiten Generation und Gifte aus der V-Reihe bilden die dritte Generation. Das Ziel war die Herstellung einer neuen Klasse von Nervenkampfstoffen mit größerer Toxizität, Stabilität, Persistenz, und einfacherer Produktion. Dieses streng geheime Forschungs- und Entwicklungsprogramm erhielt den Tarnnamen „Foliant“. Mit dem Programm wurde das Staatliche Forschungsinstitut für Organische Chemie und Technologie (GosNIIOKhT in Moskau, Schosse Entusiastow 23, die dortige Abteilung benutzte auch den Tarnnamen Postfach 702) beauftragt, welches dem Ministerium für Chemische Industrie unterstand. Das Forschungsinstitut hatte seinen Hauptsitz in Moskau und betrieb zudem drei regionale Ableger in Schichany, Wolgograd und Nowotscheboksarsk. In Wolgograd und Nowotscheboksarsk befanden sich die älteren Produktionsstätten für Nerven-Kampfstoffe in der Sowjetunion. Die älteste Anlage war in Wolgograd aus der Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Nowotscheboksarsk wurde für die Produktion von VR (R 33) 1972 eröffnet. 1974 brach dort in einer Lagerhalle ein Feuer aus, bei dem rund fünfzig mit R 33 gefüllte Fliegerbomben Leck schlugen. Es gab keine unmittelbaren Todesfälle, aber mehrere Arbeiter starben später an chronischen Folgen der Vergiftung.

Quellen: de.wikipedia.org

Vergleich mit Alternativen

Nowitschok wurde 1973 vom Chemiker Pjotr Petrowitsch Kirpitschow entwickelt, der im Staatlichen Forschungsinstitut für Organische Chemie und Technologie in Schichany, Ortsteil Wolsk-17, arbeitete. Die Substanz wurde so konzipiert, dass sie sich mit den Methoden der damaligen Zeit nicht nachweisen ließ. Einige der Giftstoffvarianten werden als fünf- bis achtmal tödlicher als das Nervengift VX eingeschätzt und lassen sich insgesamt schlechter nachweisen als andere Nervengifte. Kirpitschow griff auf die Ideen anderer sowjetischer Militärchemiker zurück und synthetisierte einen stickstoffhaltigen phosphororganischen Nervenkampfstoff, der ursprünglich als K-84 bezeichnet und später in A-230 umbenannt wurde. Die chemische Verbindung war hochgradig giftig und stabil, militärisch bei niedrigen Temperaturen jedoch nur eingeschränkt einsetzbar, weil die zähe Flüssigkeit bei −10 °C kristallisierte. Das Labor stand damals unter der obersten Leitung von Iwan Martinow und dem stellvertretenden Leiter Viktor Petrunin, die sofort die Entwicklung forcierten und unter die oberste Geheimhaltungsstufe stellten. Ein weiterer Chemiker, Wladimir Iwanowitsch Ugljow, schloss sich 1975 Kirpitschows Forschungsgruppe an. In den darauffolgenden Jahren entwickelten Kirpitschow, Ugljow und ihre Kollegen über hundert Strukturvarianten von A-230 und testeten sie in Labor- und Feldexperimenten an Tieren. Die meisten Analoga waren so instabil, dass sie schnell an Wirksamkeit verloren, aber fünf waren ausreichend toxisch und stabil, um von potentiellem militärischem Interesse zu sein.

Quellen: de.wikipedia.org

Offene Fragen

Diese Verbindungen wurden daher intensiven Studien unterzogen, zunächst in Schichany und später in einer speziellen Testbasis des sowjetischen Militärs in der Nähe von Nukus, Usbekistan, die 1986 eingerichtet wurde und auch eine kleine Produktionsanlage hatte. Als das meistversprechende Gift erwies sich A-232. Ab 1983 trieb die Sowjetunion die Entwicklung binärer Kampfstoffe voran. Entsprechend wurden aus den unitären Verbindungen A-230, A-232 und A-234 binäre Nowitschok-Gifte entwickelt. Binäre Nervenkampfstoffe werden gewissermaßen in situ durch eine chemische Reaktion von zwei oder mehreren vergleichsweise ungefährlichen Substanzen miteinander gebildet. Da die Komponenten der binären Kampfstoffe weniger giftig waren und gewöhnlichen Industriechemikalien ähnelten, konnten sie den Listen der Chemiewaffenkonvention entgehen, die Ende der 1980er-Jahre gerade verhandelt wurde. In Moskau entwickelten Igor Wasiliew und Andrei Schelesnjakow eine binäre Version von A-232, die sie Nowitschok-5 nannten. Da Nowitschok-5 im Unterschied zum unitären A-232 erst bei der Anwendung synthetisiert wird und bis dahin in zwei Komponenten aufgeteilt ist, ist Nowitschok-5 stabiler und lässt sich länger lagern als die unitären Strukturvarianten. Die binären Vorläuferchemikalien hatten einen legitimen industriellen Verwendungszweck und waren relativ ungiftig. Bei der Produktion konnten sie unter dem Deckmantel von Düngemitteln und Pestiziden verschleiert werden.

Quellen: de.wikipedia.org

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Hintergrund und Einordnung

Mitte der 1980er-Jahre wurde eine neue Anlage für Nervenkampfstoffe auf dem Gelände einer seit 1965 bestehenden Chemiefabrik für zivile Zwecke (Pavlovar-Fabrik) im Norden von Kasachstan am Fluss Irtysch errichtet und Teile der Produktion von Nowotscheboksarsk dorthin verlegt, insbesondere für die Nowitschok-Kampfstoffe. Dies geschah in einem abgeschirmten Teil der Fabrik (Nr. 2 genannt). Es befanden sich dort Produktionsstätten für die Ausgangsstoffe der Nervenkampfstoffproduktion, insbesondere Phosphortrichlorid, und Zwischenprodukte und die Binärkomponenten von Kampfstoffen der Nowitschok-Reihe. Große Reaktoren aus korrosionsbeständigen Legierungen mit hohem Nickel-Anteil (Hastelloy) oder mit Innenauskleidung aus Silber wurden errichtet. Außerdem gab es Gebäude mit Versuchstieren für die Tests der Kampfstoffe. 1987 wurde der Bau der Anlage für die hochtoxischen Endprodukte gestoppt und die übrigen Anlagen in Nr. 2 bis 1992 für zivile Zwecke umgerüstet. In experimentellen Mengen wurden Nowitschok-Verbindungen schon zuvor in den älteren Fabriken in Wolgograd und Nowotscheboksarsk erzeugt. Als Chemiewaffenfabrik wurde Pavlovar bei der CWC 1989/90 nicht deklariert, auch nicht von Kasachstan. Die Phosphortrichlorid-Produktion blieb bestehen und bis 1992 wurden in der nunmehr zivilen Anlage Nr.

Quellen: de.wikipedia.org

Häufige Fragen

Was ist Semax?

Semax wird hier aus öffentlich zugänglicher Fachliteratur zusammengefasst: Definition, Einordnung und die Punkte, die in der Praxis wiederkehren. Angaben ohne Gewähr, keine medizinische Beratung.

Wie wird Semax in der Literatur untersucht?

Die Forschung zu Semax arbeitet überwiegend mit kontrollierten Labor- und Tierstudien; klinische Daten sind je nach Substanz unterschiedlich belastbar. Wir geben den Stand der Literatur wieder.

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